Update vom 15.02.2017

Sorry für die lange Zwischenpause, in Zukunft wieder öfter und mehr Einträge hier. Mir geht es aktuell gesundheitlich weiterhin relativ gut, auch wenn ich immer mal wieder- wie die letzten Tage- leichte Probleme mit meiner Darmentzündung habe. Aber alles noch im grünen Bereich und ich hoffe sehr, dass es nicht nochmal so schlimm wird.

Vom Allgemeinzustand her geht es mir auch relativ gut- habe weiterhin mit den Nebenwirkungen des Kortison zu kämpfen, was mit sinkender Dosierung aber deutlich besser wurde. Vorallem schlafen ging mit der hohen Dosis und der florierenden Darmentzündung einige Zeit fast gar nicht, was mir ziemlich zusetzte- die meiste Zeit ist man euphorisch, manchmal aufgebracht oder einfach ziemlich fertig mit der Welt [1]. Habe bis zum Jahreswechsel naiv Alkohol als Schlafmittel verwendet, was anfangs gut klappte (Bin sonst kein Freund von Alkohol), schlussendlich aber böse endete. Man sollte eben möglichst keine Drogen/ Alkohol konsumieren, wenn es einem nicht gut geht.

Seit kurzem ist die Kortisondosis relativ niedrig, das Schlafen klappt wieder. Merke allerdings, dass ich allgemein etwas niedergeschlagen bin durch das zügige Ausschleichen (Der Körper gewöhnt sich daran), aber ebenfalls im grünen Bereich- Bewegung hilft. Wenn alles gut geht, bin ich in knapp 3 Monaten bei 0 mit der Dosis. Probiere seit einiger Zeit auch weitere Tipps der Alternativmedizin aus Büchern und dem Internet aus. Den heiligen Gral habe ich zwar noch nicht gefunden, aber zumindestens Dinge die helfen und zukünftig Medikamente eventuell überflüssig machen oder ergänzen können. Möchte nicht nochmal Medikamente wie Kortison oder Tilidin so hochdosiert nehmen und die Zeit erneut durchmachen müssen- es sollte eine Ultima Ratio sein, falls sonst nichts hilft.

Ansonsten gibt es auch gute Nachrichten: Die Anklage gegen mich wegen des Besitzes von BtM wurde fallen gelassen durch Intervention des Rechtsanwalts. Da fällt mir wirklich ein Stein vom Herzen. Ansonsten gibt es seit kurzem einen Gesetzesbeschluss, der Cannabis ohne Sondergenehmigung verschreibbar macht. Außerdem werden die Kosten durch die Krankenkassen übernommen. Auch wenn es vermutlich schwer ist, einen Arzt davon zu überzeugen, so ist es für mich wirklich beruhigend zu wissen, dass ich bei einem erneuten Notfall mit meiner Darmentzündung darauf zurückgreifen kann- mit medizinischer Betreuung. Lieber Cannabis als Kortison, hilft besser [2] und hat wie gesagt deutlich weniger Nebenwirkungen. Meine weiteren Bemühungen- sich für eine bessere Drogenpolitik einzusetzen- verschiebe ich noch, bis ich wieder komplett fit bin. Immerhin zeigt die kürzliche Gesetzesänderung für medizinisches Cannabis, dass man durchaus auch etwas erreichen kann, wenn man sich nur dafür einsetzt.

Liebe Grüße,
Dirk


Update vom 04.12.2016

Liebe(r) Freund/-in,

falls ihr mein Statement unterhalb dieses Updates noch nicht gelesen habt, so tut dies bitte zuerst.

Ich möchte euch gerne kurz über meinen aktuellen Status informieren und mich sehr für eure Unterstützung bedanken, im Moment komme ich jedoch wieder klar. Ich bin sehr gerührt von eurer Anteilnahme und dem fast ausschließlich positiven Feedback. Zurzeit priorisiere ich meine Punkte folgendermaßen:

Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden. Bei Fragen, Ideen, Kritik könnt ihr mich gerne kontaktieren (Kontaktdaten stehen unten in der Fußzeile, gerne auch persönlich). Liebe Grüße, Dirk.

Übrigens: Solltet ihr mal ein Problem mit Computern, Internet, Smartphones etc. haben, sagt mir gerne Bescheid. Ich will dafür kein Geld und werde dieses nicht annehmen. Stattdessen würde ich euch bitten, an eine gemeinnützige Organisation eurer Wahl (z.B. das SOS Kinderdorf) eine Spende eures Ermessens zu entrichten. Ich kontrolliere das auch nicht, ich vertraue euch da.


Persönliches Statement von Dirk K.

Liebe(r) Freund/-in,

das nun folgende fällt mir ganz sicher nicht leicht. Ich halte mich sonst bedeckt in meinem Leben und binde Niemandem mein Privatleben auf die Nase. Wäre ich nicht aktuell in einer ungünstigen Situation, würde ich nie öffentlich meine Geschichte und aktuelle Lage darlegen. Man hat dadurch zur heutigen Zeit leider immer noch massive Nachteile.

Meine Geschichte, mein Hobby, von dem bisher nur engste Freunde wussten? Ich konsumiere seit ich ein junger Erwachsener bin, alle Arten von psychoaktiven Pflanzen und Substanzen der Natur- „Drogen“. Das nun folgende Statement wird daher etwas länger- entschuldigt. Bitte nehmt euch 10 Minuten Zeit und einen Kaffee :-) Danke.

Persönliche Motivation

Dieses Statement erreicht euch, da mir die letzten Wochen eindrucksvoll gezeigt haben, wie schnell das Leben vorbei sein kann und was mir wirklich wichtig ist. Es gibt drei Hauptmotivationsgründe für dieses Schreiben:

Meine Darmentzündung

Ich habe schon seit Kindesalter eine chronische Darmentzündung, die ziemlich unberechenbar ist. Lange Zeit habe ich teilweise Zeit Ruhe davor, dann wieder massive Probleme. Ich bin dann froh, etwas zu haben, was wirkt (sei es Schulmedizin oder Alternativen), trotz teilweise heftiger Nebenwirkungen. Dies ist leider so eine Erkrankung, bei der man nur symptomatisch helfen kann, aber keine Ahnung hat, was die Ursachen sind.

Zum eigentlichen Punkt: Ich habe seit einigen Wochen entdeckt, dass mir Cannabis deutlich besser als jedes Medikament bei meiner chronischen Darmentzündung hilft und viel weniger Nebenwirkungen hat. Studien des Max- Planck Instituts und der Universität München konnten hier einen starken Zusammenhang beweisen. Ich bin sonst kein „Kiffer“ (Und ich esse oder vaporisiere Cannabis lieber- das ist wesentlich gesünder). Ich habe dies auch mehr in Verzweiflung als Medizin probiert, nachdem ich die Studie noch im Kopf hatte. Wie ich damit umgehen soll, weiß ich selbst noch nicht:

Nachdem ich Cannabis weggelassen habe, kam meine Darmentzündung vor kurzem sehr stark wieder zurück. Auch habe ich wohl eine sehr hohe Cannabis Toleranz- ein weiteres Indiz für ein möglicherweise durcheinander geratenes Cannabinoid System? Ich kann den ganzen Abend Vaporisieren und man merkt es mir kaum an, außer, dass meine ganze Wohnung nach Cannabis riecht :-)

Ich habe sonst viel Vertrauen in Medizin, unsere Ärzte und Wissenschaft. Aber es kann nun mal nicht sein, dass mir ein sonst in der Natur seit jeher in rauen Mengen wachsendes Kraut mehr hilft, als aufwändige, teure und teilweise mit starken Nebenwirkungen behaftete Medikamente. Ich möchte diese auch nicht ersetzen, lediglich eine weitere Alternative haben. Durch unsere aktuelle Politik verhindern wir Forschungen zu dem Thema jedoch enorm. Wir waren vor tausenden Jahren in dieser Hinsicht mal weiter: Mir hätte der Dorfschamane dann vielleicht empfohlen, nach der Jagd dieses Kraut zu essen, um meine Beschwerden zu lindern. Und zuletzt gilt für mich seit kurzem der Grundsatz: Lieber illegal am Leben als legal tot.

Kriminalisierung und existentielle Bedrohung

Dieser Punkt wird euch möglicherweise mehr schockieren: Ich beschäftige mich wie gesagt schon seit langem gerne hobbymäßig mit der Wirkung von allmöglichen Pflanzen und Drogen (Fast alle Drogen kommen entweder so in der Natur vor oder sind chemisch sehr ähnlich wirkende Derivate). Alle bekannten und viele unbekannte Drogen habe ich bereits mehrmals in meinem Leben konsumiert und weiß über deren Wirkung Bescheid- theoretisch und praktisch. Da ich auch nur ein Mensch bin und teilweise blöde Zeiten im Leben hatte, hatte ich auch mal leichte Probleme damit. Bis jetzt hat es mir aber noch nicht ernsthaft geschadet. Übrigens habe ich mein Informatik Diplom trotzdem mit 'Sehr gut' abgeschlossen.

Ich bin sonst ein vorbildlicher, nicht vorbestrafter, steuerzahlender und rücksichtsvoller Bürger. Leider werde ich durch mein Hobby in die Illegalität gedrängt: Ich erhielt vor einigen Wochen eine Vorladung zur Polizei. Grund: Möglicher Nachweis des Erwerbs einer geringen Menge BtM (der Droge LSD, die fast identisch wirkt wie in der Natur vorkommende Zauberpilze) von vor einigen Jahren.

Zusammen mit meinen gesundheitlichen Problemen und der Cannabis-Problematik hat mich dies vor kurzem in ein Loch gerissen. Im schlimmsten Fall drohen mir eine Geldstrafe, eine Vorstrafe und der Entzug des Führerscheins. Letzteres nicht, weil ich mich unter Einfluss von Drogen oder Alkohol hinter das Steuer gesetzt hätte, was ich massiv verurteile. Nein, der Konsum von Drogen jedweder Art in meiner Freizeit erklärt mich prinzipiell als untauglich zum Führen eines KFZ. Andererseits wollte ich ohnehin wieder öfter mit dem Rad zur Arbeit.

Ich möchte nicht als Krimineller in dieser Welt gelten, ich bin sonst eine Frohnatur und würde nie einem anderen Menschen schaden wollen. Falls ich dadurch indirekt meinen Job, meine Gesundheit und meine Existenz verliere, koste ich der Gesellschaft viel Geld (Strafverfolgung, Gesundheitswesen, Sozialleistungen ...), was ich nicht möchte. Ich würde lieber mein Hobby frei ausleben, der Gesellschaft, anderen Menschen und der Welt im Allgemeinen helfen.

Weltweite Drogenpolitik im Wandel

Ein zusätzlicher Grund für mich: Die letzten Jahre, Monate und Wochen hat sich auf der Welt viel Positives getan, was unsere Drogenpolitik angeht:

Mein Fazit und Ausblick

Auch wenn ich mein Privatleben nur sehr ungern offenbare, euch auch selbst zu einer Meinung „zwinge“ und ich mich von nun an als Person massiv angreifbar mache: Aber bitte versetzt euch in meine aktuelle Lage- was würdet ihr tun? Ich denke ich komme hier nur mit Offenheit weiter.

Ich möchte mich in Zukunft gerne öffentlich (Öffentliche und soziale Medien, dieser Webseite, sowie einer Petition) dafür einsetzen, das Leid auf der Welt durch Drogen so weit wie möglich zu reduzieren. Denn die Hauptgefahr kommt durch die Kriminalisierung selbst: Wer ein Problem mit Drogen hat, braucht umso mehr unser Mitgefühl und Toleranz, anstatt durch Kriminalisierung, Hass und Verurteilung in den Abgrund gedrängt zu werden.

Eine Idee, wie unsere Drogenpolitik in Zukunft aussehen könnte: Die Abgabe der meisten Drogen könnte je nach Droge ab 21 oder 18 Jahren erfolgen. Jedoch unter dem Nachweis, dass ich mich als Mensch eingehend mit den Gefahren der jeweiligen Droge befasst habe (ähnlich wie ich einen Führerschein zum Führen eines KFZ benötige). Dann kann ich mich, wie zum Alkoholkonsum, selbst als Mensch entscheiden und mir in der Apotheke meine Drogen in medizinisch reiner, geprüfter Qualität und preisgünstig holen. Bei Drogenproblemen kann ich mich zu einer Drogenberatung weiter vermitteln lassen. Dass wir einen massiven Schutz der Jugend sowie im Straßenverkehr brauchen und umfangreiche Aufklärung ist selbstverständlich.

Ich habe drei Bitten zur Mithilfe an euch:

  1. Bitte informiert euch selbst eingehend über die aktuelle Drogenpolitik, sowie über die Gefahren von Drogen. Hier erstmal drei Links zum weiter informieren:
  2. Bitte bildet euch selbst eine Meinung und teilt mir diese gerne mit. Gerne stehe ich für kritische und sachliche Diskussionen zur Thematik zur Verfügung.
  3. Falls ihr euch mit meiner Botschaft identifizieren könnt, gebt meine Geschichte/ Homepage gerne weiter (Ich stehe öffentlich dazu) und/oder unterstützt mich. Besucht meine Homepage in Zukunft erneut, hier wird sich viel tun in Zukunft.

Für eine von mehr Mitgefühl und Toleranz geprägte Drogenpolitik auf der Welt.

Liebe Grüße,
Dirk K. aus der Nähe von Würzburg, 19. November 2016
Webseite: http://dirkk.eu Mail: dyyyrk@googlemail.com